Über Silvester ans Meer ....


Wir hatten schon nicht mehr daran geglaubt, aber haben dann doch noch einen freien Platz gefunden. Nicht wie gewünscht an der Nordsee, dort waren alle Plätze ausgebucht, sondern an der Ostsee auf der Insel Fehmarn.  Zuerst wurde noch einmal Proviant aufgenommen und dann ging die Fahrt weiter zu unserem Zwischenstopp in Steinhude. Der Platz war recht gut belegt, aber wir bekamen noch einen vom Trubel abgelegenen Platz im hinteren Teil des Stellplatzes. Wir haben noch einen Spaziergang in den Ort unternommen und uns die obligatorischen Fischbrötchen besorgt. Am nächsten Tag lagen noch einmal rund 300 km vor uns.

Wir erreichen so gegen 15:00h den Stellplatz vor dem Camping Wulfener Hals und stellen fest, dass die große Anreise wohl später erfolgen würde. Über die Rezeption beziehen wir noch Platten, die wir auf den aufgeweichten Boden vor das Wohnmobil legen. So gelangt man wenigstens trockenen Fußes ins Fahrzeug. Der Einkaufsladen erinnert in der Auswahl eher an kleinen Tante Emma Laden und stellt das Angebot am 04.01. ein, das kleine Restaurant hat bereits geschlossen, das Restaurant am Meer bietet an Silvester ein Menü, wobei das Angebot ab 20:00h bereits ausgebucht ist und das Essen um 17:00h ohne Getränke mit 86,00€ pro Person angeboten wird. Dann mach ich doch lieber selbst etwas.

Das Jahr verabschiedet sich mit tollem Wetter, aber es ist schon heftig kalt. Und es gibt doch wirklich Personen, die bei diesen Temperaturen surfen. Naja, der Wind war aber auch toll. Ich kann es mir nicht verkneifen den Surfen anzusprechen. Kein Trockenanzug, er surft mit einem 6mm Semitrockenanzug. Wir verabschieden uns bei dem kalten Wind lieber und gehen ins geheizte Wohnmobil um uns einen Glühwein zu gönnen.

 

31.12.

2025

Wenn wir schon nicht das Silvestermenü im Restaurant zu uns nehmen, so besuchen wir die kleine Feier auf dem Platz hinter des Rezeption. Hier gibt es Glühwein, mit und ohne Schuss, und als kulinarische Krönung Erbsensuppe mit Würstchen. Es wäre aber auch möglich gewesen Stockbrot zuzubereiten. Wir wärmen uns noch an der Feuerschale und gehen danach kurz vor Mitternacht zurück zu den Tieren ins Wohnmobil. 

Der Platz leert sich ab dem 02.01. zusehends. Am 03.01. kommen wir auf die Idee mit dem Wohnmobil nach Burg zu fahren um endlich unseren Proviantvorrat aufzufüllen. Auch will Margrit im Kaufhaus Stolz mal sehen, welchen "Nippes" sie diesmal erwerben könne.

Wir stehen jetzt (fast) alleine auf dem Wohnmobilplatz und ziehen auf einen befestigten Platz in der Nähe des Sanitärgebäudes um. Neben der Kälte kommt jetzt auch noch der Schnee ..... und unsere Druckwasserpumpe wird undicht. Ich versuche zwar eine Reparatur und Abdichtung, dies aber leider ohne Erfolg. Wir beschließen deshalb am 05.01. vorzeitig abzubrechen und uns auf den Heimweg zu machen. Dies einerseits wegen der Druckwasserpumpe, andererseits waren alle Geschäfte auf dem Camp zum 04.01. geschlossen worden. Es gab noch nicht einmal morgens frische Brötchen. Warum wirbt man dann mit der ganzjährigen Öffnung und verlangt für die Übernachtung rund 50,00 € ? Die - zugegeben - tollen Sanitäranlagen allein rechtfertigen diesen Preis nicht !

Und, diese Entscheidung war richtig und stellt sich als wahrer Glücksfall dar. Wären wir wie geplant bis zum Wochenende geblieben, wären wir in das norddeutsche Schneechaos gelangt.

Erste Etappe wieder bis nach Steinhude und am 06.01. waren wir wieder wohlbehalten zuhause.

 

Fazit: 

Wintercamping ist nichts für uns, es sei denn der Stell- oder Campingplatz liegt fußläufig zu Einkaufsmöglichkeiten. Ideal wäre natürlich fußläufig zu Restaurants, Cafés und Kneipen, da Fahrräder nicht mitgenommen werden. Sicher kann man aber in Winterzeiten kurze Städtereisen unternehmen.

So gesehen freuen wir uns natürlich auf unseren Frühjahrsurlaub in warmen Gefilden.