Norddeutschland oder die erste längere Reise mit unserem Kater SAM !

Es kam wie es kommen musste. Unser Sohn  hatte eine  verlängerte  Wochenendreise nach Amsterdam geplant und  so  fehlte  uns  die  Betreuungsperson  für unseren Kater Sam. Schnell war  der  Entschluss gefasst die Mitnahme von  Sam  auch  einmal auf einer längeren Fahrt zu versuchen. Natürlich  wurde  die  Reise so  geplant, dass wir jederzeit in einer Tagesreise wieder nach Hause hätten fahren können .... aber  das  war dann  letztendlich  nicht  notwendig, denn Sam entpuppte sich als exzellenter Camper ! 

Die erste Tagesetappe führte uns am Pfingstsamstag nach Mardorf an das Steinhuder Meer. Der dortige Stellplatz war schon wegen der bevorstehenden Feiertag stark frequentiert, wir fanden aber noch einen hübschen Platz.

Der Stellplatz liegt ca. 150m vom Steinhuder Meer entfernt und man kann dort schöne Spaziergänge an der Uferpromenade unternehmen.      

Auch  Mardorf  ist ein  schönes kleines Dörfchen, welches wir auf einem weiteren  Spaziergang  erkundeten.   Während  wir  mit  den  Hunden  unterwegs  waren musste  Sam natürlich im Wohnmobil bleiben.

Wir haben  immer  drauf  geachtet  ihn  nicht zu lange alleine zu  lassen. Aber alles klappte prima, d.h. die Möbel im WoMo haben keinen Schaden davon getragen.

Am Dienstag leerte sich der Platz zusehends und wir packten ebenfalls um nach Stade, in die "schwedische Stadt" vor den Toren Hamburgs, zu fahren.

Der dortige Stellplatz befindet sich direkt an der Grenze zur Altstadt. Ein sehr gepflegter Platz in zentraler und doch ruhiger Lage.

Die Altstadt von Stade ist eine Reise wert. Verwinkelte Gassen zwischen den Backsteinbauten, kleine Geschäfte, Restaurants und Cafés. Leider trübte sich im Laufe des Tages das Wetter ein.

In der Nacht kam der erste Regen und am Morgen war es grau und diesig. Wir haben uns deshalb kurzentschlossen auf den Weg zu einem neuen Stellplatz in Damp an der Ostsee gemacht.

 

Mit der Fähre fuhren wir über die Elbe und erreichten ein paar Stunden später Damp.

Der Stellplatz wurde 2013 eröffnet und bietet alle Annehmlichkeiten.Leider kam jetzt der Regen, und der sollte rund 30 Stunden andauern.

In dieser Situation muss ich sagen, dass der Kater der bessere Reisebegleiter ist, denn er muss nicht "Gassi gehen".Sam suchte sich einen schönen Platz zum dösen und ward nicht mehr gesehen.

Mit den Hunden musste ich mindestens 3-4 mal raus, mit dem Erfolg, dass die nassen Hunde für einen "gewissen Geruch" in unserem kleinen WoMo sorgten. Abends gingen wir im griechischen Restaurant auf dem Platz essen, waren aber von die Qualität des Essens nicht begeistert.

Endlich kam dann auch wieder die Sonne zum Vorschein und wir machten einen Spaziergang in das Ostseebad Damp. Wer hier seinen Urlaub verbringt ist selbst daran schuld. Eine furchtbare Siedlung, die trotz allem weiter ausgebaut wird.

Was lag also näher als diesen Ort wieder zu verlassen und nach Husum auf den Stellplatz am Camp Seehund zu fahren. Ja, den Beardies des Besitzers geht es immer noch gut und wir haben zusätzlich einen neuen Beardie nebst seinem Herrchen und Frauchen kennen gelernt.

Natürlich wurde wieder das Restaurant am Platz allabendlich besucht. Wie die Jahre zuvor, ein empfehlenswertes Restaurant.

Und wenn wir schon hier in der Gegend waren, wurde natürlich auch wieder der Stellplatz in Büsum angefahren. Aber es musste auch einmal etwas Neues her.

Wir überlegten hin und her, wo wir nun die drei letzten Tagen verbringen sollten und kamen auf eine Idee.

Irgendwie sollte der Platz schon auf der Strecke nach Hause liegen, aber doch etwas Komfort bieten.Notwendig war die Möglichkeit die Hunde gut bewegen zu können und so fuhren wir in die SÜDSEE !

Direkt  vor  dem Camping Südsee, auf der gegenüberliegenden Straßenseite, liegt  der Stellplatz  für Wohnmobile,  welcher aber auch von Wohnwagengespannen genutzt werden darf. Für 13,00 EUR steht man auf einem gepflasterten Untergrund mit einer kleinen Rasenfläche davor.

Sämtliche  Einrichtungen  des  Campingplatzes  können von den Wohnmobilfahrern  genutzt  werden und  da  gibt es so einige. Hallenbad,  Restaurant,   Einkaufsladen  etc  etc.,   alles ist fußläufig zu erreichen. 

Direkt  hinter dem Stellplatz beginnen die Wiesen und Felder, wo man ideal mit den Hunden spazieren gehen kann.

Wir  treffen  hier  wieder  die  Bekannten  vom  Stellplatz in Simonsberg    (Beardiebesitzer),   die   auch    die    letzten Urlaubstage hier verbringen.

Sam  findet  das  alles  ideal  und  bei gutem Wetter geht er öfters angeleint nach draußen und bewacht aufmerksam  unser Wohnmobil 

oder belegt einen seiner beliebten Plätze im Wohnmobil, von welchem er alles abnehmen kann.

Fazit:

Sam ist ein voll reisetauglicher Kater, es bestanden keinerlei Probleme mit ihm. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, er ist der "einfachere Hund" ! Er bleibt ohne Probleme alleine im WoMo zurück und muss bei Regen nicht ständig Gassi gehen.

Es war also sicher nicht seine letzte Reise mit uns. In Anbetracht der Größe unseres fahrbaren Untersatzes, werden wir ihn aber nur dann mitnehmen, wenn niemand auf ihn in seinem vertrauten Heim aufpassen kann.