Wessenburenerkoog - Sylt - Nordstrand

Ich hatte ja meiner Frau versprechen müssen unsere ersten Fahrten nach dem Zwischenfall in Südfrankreich ausschließlich im deutschsprachigen Raum zu unternehmen. Also war die erste Fahrt für Norddeutschland vorgesehen, wobei wir im Anschluß das WoMo-Treffen auf Nordstrand besuchen wollten.

 

Der Start erfolgte zeitverzögert, da ich 18 Stunden vor Abfahrt feststellen mußte, daß der Wasserhahn im Toilettenraum aufgefroren und damit undicht war. Die Druckpumpe baute den Wasserdruck auf, drückte das Wasser aber in den Badezimmerschrank und von da in den Innenraum. Glücklicherweise hat die Firma Fritz Berger den Schaden bis 16:00 h behoben und wir starteten somit direkt von Gießen aus.

Natürlich war die erste Etappe infolge der verspäteten Abfahrt kürzer. Wir fanden in Hildesheim einen  kostenlosen Stellplatz direkt an einem kleinen See. Der Platz hat zwar weder Ver- noch Entsorgung oder Strom, liegt aber sehr ruhig und in relativ kurzer Entfernung zur Autobahn. Somit bietet er sich ideal für eine Übernachtung an. Wer möchte kann abends noch in der nahe gelegenen Bar einen "Absacker" nehmen, auch kann man mit den Hunden wunderbar "Gassi" gehen.  

Am Morgen starteten wir bei bedecktem Himmel Richtung Wesselburenerkoog. Hier hatten wir uns auf dem Campingplatz von Andrea einen Stellplatz reservieren lassen. Als wir ankamen riss die Wolkendecke auf ....... und das schöne Wetter sollte uns bis zu unserem letzten Urlaubstag erhalten bleiben. Eine solche Schönwetterphase im Norden hatten wir bislang nur einmal auf Bornholm erlebt. Unsere Nachbarn versorgten uns mit Filmen aus unserer Heimat, auf denen überschwemmte Straßen und geflutete Häuser zu sehen waren. Glücklicherweise blieb unser Ort, und somit unser Haus, von den Unwettern verschont. Bei uns im Norden dagegen nur strahlend blauer Himmel und nicht einen Tropfen Regen.

Der Campingplatz von Andrea ist absolut empfehlenswert. Er liegt ca. einen km entfernt vom Eidersperrwerk, direkt hinter dem Deich neben einer Ferienhaussiedlung. Ansonsten gibt es hier erst einmal ..... nichts ! Einkäufe können in der näheren Umgebung (Wessel-buren) getätigt werden. Hierfür ist aber ein fahrbarer Untersatz dringend zu empfehlen, denn bis Wesselburen sind es rund 5 km. Dort gibt es dann aber alles, was das Herz begehrt !

Zirka einen Kilometer vom Campingplatz entfernt befindet sich das Eidersperrwerk. Ein imposanter Bau an dessen Schleusentoren man die heftige Strömung bei Gezeitenänderung sehen kann. Außerdem gibt es dort einen netten Imbiss mit ausgezeichneten Fischbrötchen. Die Qualität der Ware scheint sich herumgesprochen zu haben, denn hier herrschte stets ein großer Andrang. 

Direkt neben dem Sperrwerk brüteten auf einer Landzunge Seeschwalben, die sich durch die vielen Besucher aber nicht stören ließen. 

Am 22.05. ging es dann weiter Richtung Sylt. Unsere Fähre war für 12:30h gebucht und so haben wir uns recht früh auf den Weg gemacht. Die rund 120 km bis Havneby verliefen ohne Zwischenfälle und wir hatten alle Zeit der Welt um auf unsere Fähre zu warten. Die erste Position beim Verladen einzunehmen ist aber auch nicht schlecht. 

Die Überfahrt dauert rund 40 min.. Da wir das erste Fahrzeug waren, führten wir die Schlange der WoMo's ab List an. Gerade der nördlich Teil der Insel hat mir wegen der imposanten Dünenland-schaft ausnehmend gut gefallen. Unseren Stellplatz hatten wir wie vor 10 Jahren auf dem Campingplatz Rantum gebucht. Dieser hat sich, gerade was den Sanitärbereich anbelangt, zu einem wirklich empfehlenswerten Campingplatz entwickelt. Waren wir vor 10 Jahren zur gleichen Jahreszeit noch fast allein auf dem Platz, so war er in diesem Jahr sehr stark frequentiert.

Nachdem ich ja bereits vor Jahren den Regenwald durch meinen Bierkonsum gerettet hatte, wartete jetzt eine weitere wichtige Aufgabe auf mich.

Wir haben uns deshalb sofort an diese Aufgabe gemacht ... das Ergebnis kann sich sehen lassen !

Wer kennt es nicht, das Lied der Ärzte (Westerland) . Was allerdings an dieser Stadt schön sein soll erschließt sich mir nicht. Es gibt weitaus reizvollere Orte auf der Insel. Vielleicht lag es aber auch an der dargebotenen Musik in der "Muschel". Ich/wir waren jedenfalls froh den obligatorischen Besuch der Stadt hinter uns gebracht zu haben. Der kleine Einkaufsbummel entschädigte Margrit, ich gönnte mir ein Eis (Kugel für 2,00 € !!!!) und wir waren froh wieder Richtung Rantum aufbrechen zu können.

Also ab zum Hafenkiosk 24 am Rantumer Hafen. Dort gibt es sagenhafte Fischbrötchen, aber auch Backfisch und natürlich Flens (der Strand soll ja sauber bleiben !)

Fortsetzung in Arbeit ........