Unser Camperwerdegang

 

Wie schon gesagt, mich gab es nur mit WoWa  und Hund. Bereits Ende der 50er Jahren bin ich mit meinen Eltern und meiner Schwester stets mit Zelt und später mit Wohnwagen (Roller) unterwegs gewesen. Als Stammhalter musste ich diese Tradition natürlich fortführen ........ und der Staffelstab ist mittlerweile von meinem ältesten Sohn übernommen worden.

1956 ging es erstmals in Campingurlaub. Ein DKW 3/6 mit unglaublichen 23PS. Die Zeltausrüstung und alle anderen Sachen ohne Gepäckträger im Auto, d.h. eine sehr spartanische Ausrüstung.

Der kleine Junge bin ich (zwischen meinen Eltern), meine Schwester das Mädchen mit der dunklen Jacke.

In dieses Auto passte unsere gesamte Campingausrüstung, zwei Erwachsene und zwei Kinder - unglaublich !

Natürlich verreisten wir mit Bekannten und es gab sie- die Abende unter den bekannten Lampions - allerdings war ich da meist schon im Bett - pardon - auf der Luftmatratze.

Es folgten ein DKW 3/6 grau und ein weiterer DKW 3/6 Coupé, bei dem alle Seitenscheiben (auch hinten) heruntergeleiert werden konnten ... und unser erstes Steilwandzelt. Hier eine Aufnahme im Jahr 1965 in Spanien auf dem Camp  "la Balena allegre" bei Barcelona.

1966 unternahmen wir unsere erste Reise nach Sorrent mit unserem DKW 1000S und 50 PS. Der Nachläufer Marke Eigenbau ein starr befestigter Hänger auf einem Rad. Auf dem Rückweg durfte ich dann in Ostia die legendäre Niederlage der deutschen Nationalmannschaft im WM Endspiel gegen England am Fernseher miterleben...und der Ball war nicht drin !  

Zwei Jahre später stehen wir auf dem gleichen Rastplatz und sind wieder nach Sorrent unterwegs. Das Auto ein Audi 80 mit 80 PS. Einen Hänger gab's nicht mehr, denn ein Jahr später folgte der erste Wohnwagen meiner Eltern.

Ein Roller  mit zwei Sitzgruppen , aber ohne Toilettenraum. Das Wasser musste zum spülen mittels einer Fußpumpe in die Spüle gepumpt werden .. aber für uns damals Luxus pur. Das neue Auto meines Vaters ein Audi 100 mit ... 100 PS.

Ab 1975 in Eigenregie mit meiner Ex-Verlobten und jetzigen Ehefrau ...

Das  Zugfahrzeug R 5 TL hatte  sage  und  schreibe  44 PS,  der Wohnwagen ein Adria 330. Die Ausstattung war eher spartanisch. Es gab keinen Toilettenraum, keine 12 V Anlage, das Licht im Fahrzeug - wenn nicht am Stromnetz - waren Gasleuchten. Kühlschrank Fehlanzeige. Eine Zweier und eine Vierer Sitzgruppe. 

Ab 1982

unser VW Passat D mit tollen 54 PS. War eher ein Traktor aber absolut zuverlässig. Der Wohnwagen Dethleffs Camper mit einer Aufbaulänge von 4 Meter hatte eine Naßzelle einen Kühlschrank und eine Seitendinette, Luxus pur im Verhältnis zum ersten Fahrzeug.

Ab 1989

Zugfahrzeug Audi 80 mit 75 PS und ungeregeltem KAT. Mit zwei Kindern war ein größerer Wohnwagen Pflicht. Der Bürstner Club 430 TK hatte im Bug ein "Kinderzimmer", Naßzelle und Kühlschrank. Ein leichter Hänger mit damals für uns viel Platz.

Ab 1996

Zugfahrzeug Audi A4 Avant 1.9 TDI mit 110 PS und Knaus Blue Line 440 mit Seitendinette. Da unser ältester Sohn nicht mehr mitfuhr, haben wir uns wieder für diesen Grundriss entschieden. Fest eingebaute Toilette in der Nasszelle. Der Vorteil war, dass wir die Sitzgruppe im Bug ständig als Bett umgebaut lassen konnten.  Unsere zweiter Sohn schlief nur noch während der Fahrten im Wohnwagen, ansonsten im Zelt.

Ab 2001

Zugfahrzeug Audi A4 Avant 1.9 TDI 130 PS mit Hymer Eriba Nova 530 mit Einzelbetten und Rundsitzgruppe ... der Wohnwagen. Qualitativ hochwertig, fest eingebaute Toilette, Warmwassertherme und und und....

Diesen Wohnwagen habe ich wirklich schweren Herzens in Zahlung gegeben.

 

TAUSCHE WOHNWAGEN GEGEN WOHNMOBIL !!!

Am 13.08.2009 haben wir unser erstes Wohnmobil einen KNAUS Sun Traveller 555L gekauftklein, praktisch und geräumig genug für zwei Personen mit Hunden. Ein sehr gepflegtes Fahrzeug vier Jahre alt, mit nur 36800 km und 110 italienischen PS (die sollen ja doppelt zählen !!). Margrit war bei der Übergabe richtig aufgeregt und wir Hunde mußten zu Hause darauf warten, dass Herrchen und Frauchen uns unser neues Domizil endlich zeigten. 

Bei dem Fahrzeug hat uns besonders die Einbeziehung des Fahrer- und Beifahrersitzes in die L-Sitzgruppe überzeugt. Dies wird erreicht durch das Wegklappen des Alkovenbettes nach oben, wodurch ein tolles Raumgefühl für die doch geringe Länge des Fahrzeugs entsteht. Trotzdem ist es auch möglich das Alkovenbett zu nutzen ohne die Gesamtfläche der Sitzgruppe zu verkleinern, lediglich die Kopfhöhe über dem Fahrer- und Beifahrersitz ist eingeschränkt. Zusätzlich kann die Längsbank der L-Sitzgruppe als Einzelbett benutzt werden. 

09.01.2016

Wir haben uns ein neues WoMo gekauft, einen Carthago c-tourer T plus 145H, den wir in der ersten oder zweiten Februarwoche geliefert bekommen. Ich werde natürlich nach erfolgter Lieferung ein paar Bilder einstellen.........wir freuen uns !

 

Am 12.02.2016 war es dann soweit. Da wir nicht wußten wie lange eine solche Übergabe dauern würde, bin ich allein auf Abschiedstour mit unserem "Klaus" gegangen. Je länger die Fahrt dauerte, desto mehr kam der Gedanke auf "muss das sein ???".

Für die Übergabe hatte ich anderthalb Stunden eingeplant, es sollte aber länger dauern....

Und dann stand er da ....

Alles funktionierte prächtig, bis auf die automatische SAT-Antenne, die suchte sich tot. Erst nach einem update lief die SAT-Anlage und der Fernseher.

Noch einen letzten Blick auf "unseren Alten" und dann ging es auf die Rückfahrt....mit Tempomat und Überholverbot, da das Fahrzeug jetzt über 3,5t hat.

Erster Eindruck: Läuft sehr ruhig, nichts klappert, lediglich das Plastikteil der Verdunklung an der Fahrerseite knarzt, das kann aber ganz einfach abgestellt werden.

Und jetzt steht das schöne Teil bei uns auf dem Grundstück. 

Hier ein kleiner Film vom einem Fahrzeug mit dem identischen Aufbau, der Unterschied liegt lediglich in der Farbe der Polster. Glücklicherweise sind unsere "haustierfreundlicher".