Kroatien 06.09. - 27.09.2014: Insel Pag, Trogir, Zadar und danach Venedig und Dolomiten.

Wir waren in den letzten Jahren von Kroatien so begeistert, dass wir auch dieses Jahr unseren Urlaub wieder dort verbringen wollten. Diesmal sollte die Gegend der südlichen Karner Bucht bis Trogir näher erkundet werden. Der Abschluss sollte wieder bei Holger in Pakostane sein ..... aber es kam wieder einmal alles anders .... 

Die Anfahrt wie immer - Rosenheim - Tauernhaus und am nächsten Tag dann mit der Fähre Richtung Pag.

Pag empfängt uns an der Ostseite völlig kahl, wie eine Mondlandschaft. Man kann sich gar nicht vorstellen irgendeine Form von Vegetation hier vorzufinden. Wir hatten uns als erstes Ziel den Camping Strasko bei Novalja ausgesucht, die Zahlung mit der ACSI-Karte ist möglich. Der Camp hat alle notwendigen Einrichtungen, mehrere Restaurants, Einkaufsläden und sehr gute Sanitär-einrichtungen. Bedingt durch seine Lage verfügt der Camp über einen sehr großen Strandabschnitt, liegt fußläufig zur Stadt Novalja, die über eine unbewohnte Halbinsel erreichbar ist.  

Nach vier Tagen wird es Zeit weiter zu fahren. Wir verlassen die Insel in südliche Richtung über die Brücke. Vorher fahren wir noch an der gleichnamigen Stadt Pag vorbei

an das Novigradsko-Meer, wo wir als erstes eine kleine Kapelle auf einem Inselchen besuchen. Die Insel ist mit einem Steg zum Festland hin verbunden, allerdings sind Teile bereits defekt, so dass unsere Hunde doch den Weg durch Wasser bevorzugen.

Wir fahren weiter nach Novigrad und möchten hier auf dem Campingplatz Adriasol zwei Tage bleiben. Allerdings erfüllt dieser Camp nicht die durch meine "Ex-Verlobte" gesetzten Standards, so dass wir beschließen, gleich unser nächstes Reiseziel, den Camping Seget in der Nähe von Trogir, anzusteuern. Dieser Campingplatz hat den Vorteil, dass man Trogir fußläufig erreichen kann. Andererseits kann man aber auch mit einem Taxiboot, welche direkt vom Campingplatz aus starten,  die Stadt ansteuern.

Die Stadt Trogir liegt auf einer kleinen Insel und zählt zu den UNESCO-Weltkulturerbe. In den verwinkelten Gassen herrscht ein stetes Treiben. Im Hafen liegen viele Ausflugsboote für Inselrundreisen, insbesondere solche, die mehrtägige Fahrten anbieten. 

Am Abend gehen wir noch einmal gut in einem Restaurant in der Nähe essen und dürfen uns wieder einmal "fremdschämen", diesmal für einen österreichischen Jachtbesitzer, der es  richtig krachen läßt, bevor er sich - und seine zwei "Dämlichkeiten" - mittels Beiboot wieder auf seine Jacht begibt.

 

Am nächsten Tag brechen wir auf. Wir wollen einen längeren Stop auf der Insel Murter einlegen, bevor wir  Holger besuchen .... aber jetzt kam mal wieder alles komplett anders.

Auf der Insel Murter finden wir diesen Platz in der Kosirina-Bucht. Hier möchte ich eigentlich bleiben,

da allerdings nicht nur die Natur "unberührt" ist, sondern auch eine erhebliche Anzahl der Camper, weigert sich meine Frau hier zu bleiben. Mit den anderen Plätzen auf Murter können wir uns so gar nicht anfreunden. Also weiter zu Holger. Auch der Platz ist komplett belegt ... was nun  ???

Wir beschließen Richtung Zadar auf den Camping Zaton zu fahren.

Dies erweist sich als absoluter Glücksgriff. Wir stehen nur ein paar Reihen vom Meer entfernt. Der Camp bietet alles was das Herz begehrt, die Toilettenanlagen sind eines Hotels würdig. Mit den Hunden können wir ausgedehnte Spaziergänge unternehmen und uns selbst auf dem Trimmpfand sportlich bestätigen.

So, wir haben noch 8 Tage Urlaub. Die ganze Zeit hier zu verbringen ist nicht das, was wir uns vorstellen. Was tun ? Margrit und ich waren noch nie gemeinsam in Venedig, also wird kurz entschlossen Venedig jetzt auf unseren Reiseplan gesetzt.

Wir verabschieden uns von Kroatien und fahren auf den Stellplatz al Bateo bei Punta Sabbioni.

Dieser hübsche kleine Stellplatz hat den Vorteil nur ca. 300 m von der Anlegestelle der Fähren entfernt zu liegen, mit denen man direkt zum Marcusplatz fahren kann. Am nächsten Tag stand die Besichtigung von Venedig an. Die Hunde mussten das Wohnmobil bewachen und wir haben uns ein Zeitlimit von max. 6 Stunden gesetzt. 

Venedig ist wunderschön. Wir wandern auf den Spuren von Commissario Brunetti, Margrit kauft sich auf dem Markt ein nicht passendes Kleid, wir kaufen uns zwei venezianische Masken (made in Italy und nicht made in China !) und verbringen ein paar wirkliche schöne Stunden in der Stadt.

Natürlich ist die Freude der Hunde bei unserer Rückkehr riesig und so beschließen wir die restlichen Urlaubstage "hundefreundlich" zu gestalten. 

Wir fahren zum Abschluss an den Lago di Levico und hier auf den gleichnamigen Campingplatz. Wir finden einen wunderschönen Platz fast direkt am Wasser, gehen in dem glasklaren See baden und unternehmen mit den Hunden mehrere ausgiebige Wanderungen. Wer aber meint in Italien seien Wanderwege etwa so gut ausgeschildert wie in Deutschland oder Österreich, der irrt. Da ist es immer gut eine Karte bei sich zu haben und mit einem guten Orientierungsvermögen ausgestattet zu sein.

Und dann geht es auf völlig anderen Wegen nach Hause. Über die Brenner-Autobahn (Italien), die alte Brennerstraße, über Innsbruck und den Zirler Berg  nach Garmisch. Dort vorbei an einem bekannten Sportgeschäft

nach Wertheim, wo wir wieder einmal kein neues Wohnmobil finden.

Fazit der Reise:

Kroatien hat sich in den letzten Jahren als Reiseziel für viele Camper angeboten. Dies liegt wohl in erster Linie an dem guten Preis-/Leistungsverhältnis.  Die Plätze sind trotz der Nachsaison noch stark frequentiert. Denke ich an den ersten Kroatienurlaub zurück, so haben wir dort stets freie Plätze direkt am Meer vorgefunden. Dies ist derzeit nicht möglich.

Die geplante Tour wurde in diesem Jahr stark durcheinander gewürfelt.....aber schön war's ....vielleicht auch gerade deshalb.